Nach einer sehr regnerischen Ankunft in Berkley bin ich nun in Stanford auf dem Campus angekommen und war gerade auf einem Vortrag in Stanford von Emanuel Rozen. Die Vorlesung hieß: “How to create a buzz?” und Rosen war als Gastdozent am Ende der Vorlesung eingeladen um über “Seven Concepts fo Word of Mouth Marketing” zu sprechen.
Hier mal in der Übersicht die wichtigsten Punkte:
1. Something to start conversation
- passive Bekanntmachung. Keine aktive werbung. Beispiel sind die Facebook Gruppen oder Produkte, wo man “Fan” werden kann.
2. Spread the word
- “Send a friend” Funktion. Am Besten sind die übrigens bei Skype und Facebook, wo man gleich das ganz Adressbuch von Outlook einladen kann.
- Es geht aber auch noch klassisch, indem pdf Dateien zum Ausdrucken mitgeschickt werden. Tom’s Shoes legt beispielsweise noch eine Fahne und einem Aufkleber mit in den Schuhkarton um gleich selbst noch WErbung zu machen
3. Social Hubs / Expert Hubs
- Rosen differenziert die in Deuschland unter dem Namen “Early Adopter” gehandelten Personengruppen noch einmal:
Es gibt “social hubs” wie beispielsweise einen Friseur, der täglich mit vielen Leuten spricht und somit eine Multiplikatorfunktion hat.
“Expert Hubs” sind zum Beispiel it Geeks, die was von der Sache verstehen. Deswegen ist Werbung bei heise.de auch so teuer. Den dort tummeln sich ja die Early Adopters von neuesten IT Technologien, die “Influencers”. Hierfür gibt es noch viele weitere Beispiele.
4. Have a good story!
- Word of mouth marketing funktioniert nur, wenn man auch etwas interessantes zu erzählen hat – Wieso sollte es auch sonst jemand wiederholen oder erzählen?
- Beispiel war hier: http://www.youtube.com/watch?v=kJ8c5QWsCRQ TOM shoe drop. – Für jeden gekauften Schuh wird Kindern in der dritten Welt ein paar Schuhe geschenkt.
Krombacher macht das in Deutschland so mehr oder weniger nach: Trink jeden Tag einen Kasten Bier und du rettest den Regenwald. Ist nicht ganz so gut, aber mann hat ein gutes Gefühl beim Fussball schauen noch etwas für die Umwelt zu tun.
5. Involvement/ Self Expression
- Drückt das ganze noch eine moralische Überzeugung aus. Tut man damit etwas Gutes?
6. Surprise
Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Extreme_ironing
- Gibt es hier wirklich etwas neues oder lustiges?
- Können Nutzer das ganze nachmachen. Stichwort: Youtube “Video Answer”
- Sehr gut um Multiplikatoreffekte zu erreichen
7. Mass Media
- Die Nutzung von Massenmedien ist nicht zu unterschätzen.
- Im Gegensatz zu den ganzen Viral Marketingagenturen widerspricht Rosen, dass Massenmedien nichts bringen. 55% der Leute sprechen einmal pro Tag über eine neue Werbung oder über eine TV Sendung. Die Platzierung eines Produkts, zum Biepsiel in einer zur Zielgruppe passenden Soap, ist nicht zu verachten.
Hier noch eine deutsche Kurzzusammenfassung des alten Buchs:
http://www.connectedmarketing.de/downloads/connectedmarketing.de_anatomy-of-buzz.pdf
Hier noch eine Präsentation bei Slideshare vom Januar 2009: